KFZ-Neuzulassungen: 60 Prozent werden gewerblich genutzt

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Subventionierung von Dienstwagen belastet die Allgemeinheit und die Umwelt.

In 2014 wurden fast zwei Drittel der neu in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge gewerblich genutzt. Nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes stieg der Anteil – wie auch in den vergangenen Jahren - auch in 2014 angestiegen und beträgt nunmehr 63,8 Prozent. Die steuerliche Förderung über fast fünf Milliarden Euro jährlich geht zulasten der
Allgemeinheit und der Umwelt. Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kritisiert die aktuelle Dienstwagenregelung, die Dienstwagen gegenüber Privatwagen unangemessen bevorteilen. Dies würde durch die neuen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes belegt.

Reform der Bundesregierung gefordert
Dem Staat entgehen durch die Subventionen nach Berechnungen des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität Köln (FiFo) und des FÖS jährlich Steuereinnahmen von 4,6 Milliarden Euro. Ludwig kritisiert weiterhin, dass die Gesetzeslage nicht nur nicht nur Steuerzahlerinnen und Steuerzahler belaste, sondern sind auch klimaschädlich und unsozial sei. Die Regelung bevorteile ausgerechnet diejenigen, die häufig Neuwagen kaufe, die einen hohen Spritverbrauch haben, die besonders viele Kilometer führen und sowieso überdurchschnittliche Einkommen erzielen.

Lediglich pauschale Versteuerung
Nach den derzeitigen Regelungen zahlen Dienstwagennutzer nur eine geringe Pauschale für Privatfahrten, die unabhängig von der Nutzung ist. Es muss lediglich pauschal ein Prozent des inländischen Bruttolistenpreises des Neuwagens als geldwerter Vorteil versteuert werden. Alexander Mahler, Verkehrsreferent des FÖS führt aus, dass Arbeitnehmer, die einen Dienstwagen gestellten Dienstwagen nutzen, weniger Einkommen versteuern und geringere Sozialabgaben zahlen, als beim privaten Kauf desselben Fahrzeugs. Dieser Vorteil würde durch alle anderen Steuerzahler mitfinanziert.

Ein privat genutzter VW Passat für einen Verkaufspreis von 29.450 Euro zahlt ein privater Nutzer monatlich 687 Euro, für den gleichen Dienstwagen fallen lediglich 294,50 Euro an, die als geldwerter Vorteil versteuert werden müssen.

Ökologische und soziale Reform gefordert
Nach dem Wunsch des FÖS sollte die Besteuerung an den privat gefahrenen Kilometern und am CO2-Ausstoß – analog zu den z. B. in Frankreich und Großbritannien bereits üblichen Verfahren - ausgerichtet werden. Durch Autos entstehen 14 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland.

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