Bausparkassen: Häufige Beratungsfehler führen zu Nachteilen für Kunden

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Durch häufige Beratungsfehler von Bausparkassen resultieren erhebliche Nachteile für die Kunden, nur drei der 20 Bausparkassen überzeugten im Praxistest.

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Im Praxistest von Stiftung Warentest konnten nur drei der 20 Bausparkassen in Deutschland überzeugen. Aufgrund von Beratungsfehlern der Bausparkassen müssen viele Kunden häufig tausende Euro zu viel zahlen oder eine Verschiebung des Immobilienkaufs um Jahr in Kauf nehmen. Der Praxistest wurde mit einem einfachen Modellfall durchgeführt, bei dem die Testkunden jeweils sieben Geschäftsstellen aller Bausparkassen besuchten. Im Modellfall lag die Differenz zwischen Bausparkassen mit guter und schlechten Leistungen bei über 13.000 Euro.
Das ausführliche Testergebnis kann in der Februar-Ausgabe von Finanztest oder online unter www.test.de/bausparen eingesehen werden.

Häufige Fehler der Bausparkassen:
Zu den häufigen Fehlern bei Bausparkassen zählen übermäßig hohe Raten zur Rückzahlung des Baudarlehens. Des Weiteren sind die Sparsummen meist unnötig hoch bei gleichzeitig nur vergleichsweise geringen möglichen Darlehenssummen. Auch verschenkte Riester-Förderungen zählen zu den Fehlern bei der Beratung.
Von zahlreichen Beratern der Bausparkassen erhielten die Testkunden sehr schlechte Informationen zu den Angeboten, sodass die Prüfung des Angebots durch die Kunden zuhause oder ein Vergleich mit anderen Angeboten kaum möglich war. Bei einer Bausparkasse wurden bei vier von sieben Beratungsterminen nur Schmierzettel mit groben Schätzungen zum Angebot übergeben.

Bewertungen der Bausparkassen:
Ein Bausparvertrag lohnt sich, wenn mittel- bis langfristig der Bau oder Kauf einer Immobilie geplant ist oder auch als Absicherung gegen steigende Zinsen und für geplante Modernisierungen. Generell ist es daher wichtig, dass das Angebot der Bausparkasse an die individuellen Ziele der Kunden angepasst wird, in diesem Punkt wurden im Test Probleme deutlich. Die meisten Bausparkassen wurden daher mit einem „befriedigend“ oder „ausreichend“ beurteilt. Vier Bausparkassen erhielten sogar die Note „mangelhaft“. Nur drei der bewerteten Bausparkassen wurden mit „gut“ bewertet.

In manchen Fällen war die Bausparsumme so hoch angesetzt, dass die Kunden nicht, wie gewünscht, in zehn Jahren ihr Geld erhalten hätten sondern erst in 15 oder 20 Jahren. Ein Testkunde hätte das Mindestguthaben nach 10 Jahren noch nicht einmal zu einem Drittel erreichen können.
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