Strompreise in den letzten 10 Jahren mehr gestiegen als Gehälter

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Innerhalb der letzten 10 Jahre stiegen die Strompreise um 60 Prozent an, die Nominallöhne dagegen legten nur 20 Prozent zu.

Im Vergleich zu den Nominallöhnen, die in den vergangenen 10 Jahren um 20 Prozent gestiegen sind, verzeichneten die Strompreise einen Anstieg von 60 Prozent, wie aus den Zahlen von Verivox hervor geht.

Den Zahlen von Verivox zufolge war für die Deckung der Stromkosten eines Haushalts mit vier Personen 2014 die Arbeitszeit von durchschnittlich 70 Stunden eines Arbeitnehmers in Deutschland erforderlich. Vor zehn Jahren reichten noch 17 Arbeitsstunden aus, um die Stromkosten für ein Jahr zu begleichen.
Die hohen Strompreise derzeit sind unter anderem auch auf die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern zurückzuführen. Der Anteil dieser Positionen verzeichnete in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg von 39 auf 53 Prozent.

"Dass Strom heute so kostspielig ist, ist auch den staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen geschuldet. Ihr Anteil am Strompreis ist in nur zehn Jahren von 39 auf 53 Prozent gestiegen", erklärt Jan Lengerke.

Anstieg der Stromkosten um über 400 € innerhalb von 10 Jahren
2004 musste ein Haushalt mit vier Personen für einen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Jahr im Durchschnitt 712 € zahlen. Bis 2014 wurde ein Anstieg der Stromkosten im Vergleichshaushalt um 432 € auf 1.135 € verzeichnet. Den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich der Nettolohn pro Stunde im selben Zeitraum von 13,44 € auf 16,12 €.

Neue Geräte können mit weniger Arbeitsstunden gezahlt werden
Im Vergleich zu den Arbeitsstunden, die für die Begleichung der Stromkosten erforderlich sind, sind bestimmte Güter deutlich schneller bezahlt. Für den Kauf eines neuen LCD-Fernsehers beispielsweise mussten Arbeitnehmer 2014 im Durchschnitt 34 Stunden arbeiten. Demnach ist ein neues TV-Gerät bereits nach der Hälfte der Arbeitsstunden für die Stromrechnung bezahlt.

Tarif beim Grundversorger in der Regel sehr teuer
Vierpersonenhaushalte, die noch einen Tarif beim Grundversorger haben und noch nie einen Wechsel des Stromanbieters durchgeführt haben, können die jährlichen Stromkosten schnell und einfach um ca. 350 € reduzieren. Dies ist in etwa die durchschnittliche Differenz zwischen dem Strompreis beim Grundversorger und dem günstigsten Angebot ohne Vorauskasse.

Mit einem Stromrechner können die Verbraucher ganz einfach durch die Eingabe der Postleitzahl und des ungefähren Jahresverbrauchs feststellen, wie viel durch einen Wechsel des Stromanbieters eingespart werden kann.
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