Goldpreis schießt aufgrund erhöhter Nachfrage in die Höhe

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Starker Doller und anziehende Aktienpreise sorgen für für negative Vorzeichen beim Goldpreis.

Offensichtlich hat die Hoffnung auf die – wenn auch nicht endgültig – Rettung Griechenlands vor der Staatspleite die Goldnachfrage und damit auch den Preis des Edelmetalls beflügelt.

Nach dem Feiertag wurde erhöhte Nachfrage an der Shanghai Gold Exchange registriert. Der durchschnittliche Tagesumsatz der Vorwoche wurde bei den verstärkt gehandelten Ein-Kilogramm-Barren mit 41.882 kg um 21 Prozent übertroffen. Aufgrund der schlechten Möglichkeiten des Geldmarktes in Europa sollten Anleger hier diesem Beispiel folgen und ihr Vermögen zum Teil in Gold anlegen – unabhängig von der Lage in Griechenland. Dienstag ging der Goldpreis zurück, bis circa 15.00 Uhr (MESZ) reduzierte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) pro Feinunze um 6,80 auf 1.177,30 Dollar.

Beim Rohöl positive Zeichen aus Europa
Die europäischen Einkaufsmanager sorgten im Gegensatz zu einer wirtschaftlichen Schwäche von China beim HSBC-Einkaufsmanagerindex mit 49,6 Prozent für Juni, für eine positive Überraschung. Frankreich erreichte 53,4 Zähler, Deutschland 54,0 Punkte und die gesamte Eurozone 54,1 Zähler. Somit sind die die europäischen Konjunkturperspektiven derzeit deutlich freundlicher als die chinesischen. Allerdings hatte dies auf den Ölpreis kaum Auswirkungen, die Tendenz blieb allenfalls relativ stabil. Der europäische Ölmarkt gilt als gesättigt und hier ist kein mit China vergleichbares Nachfragewachstum zu erwarten. Daher erfolgen hauptsächlich verstärkte Reaktionen der Akteure an den Energiemärkten auf Konjunkturindikatoren aus China oder den USA. In diesem Kontext sorgte der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Furore, denn die Zahlen für Mai unterschritten die Erwartungen mit auf Monatssicht minus 1,8 Prozent deutlich. Besonderes Augenmerkt dürften die Investoren nach Börsenschluss auf den Wochenbericht des American Petroleum Institute legen. Je signifikanter die Lagermengen zurückgehen, desto vorteilhafter ist die Interpretation für den Ölpreis.

Der Ölpreis gab am Dienstagnachmittag bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) im nächstfälligen WTI-Kontrakt um 0,44 auf 59,94 Dollar nach, sein Pendant auf Brent fiel um 0,18 auf 63,16 Dollar zurück.


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