Zusatzversicherungen für gesetzlich Krankenversicherte rechtzeitig abschließen

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Auch Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen müssen nicht auf eine Chefarztbehandlung verzichten. Vielmehr können sie durch Krankenzusatzversicherungen die Standardansprüche, die sie gegen ihre Krankenkasse haben, aufstocken.

Nach einer Umfrage, die die ARAG in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TSN Emnid im Frühjahr 2010 durchführte, halten 54,2 Prozent der Befragten die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen nicht für ausreichend, 56,4 Prozent erwarten sogar, dass dies in Zukunft noch schlechter werden wird. Tatsächlich stehen gesetzlich Versicherte mit ihren Leistungsansprüchen weit hinter den privat Versicherten.

So wird bei einem Krankenhausbesuch eines Kassenpatienten der Chefarzt nur hinzugezogen, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Wünscht der Patient jedoch die Chefarztbehandlung, muss nicht nur das Arzthonorar sondern auch die Kosten für alle Untersuchungs- und Laborkosten auf Basis der privaten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) selbst tragen.

Wünscht ein Kassenpatient statt des Mehrbettzimmers ein Zweibettzimmer, liegt sein Eigenanteil bei 40 bis 80 Euro je Tag, für ein Einzelzimmer werden täglich 80 bis 120 Euro fällig.

Auch kann der Kassenpatient nicht frei wählen, in welchem Krankenhaus er behandelt werden möchte, sondern muss das nächstgelegene geeignete Krankenhaus wählen. Tut er dies nicht, muss er die eventuell anfallenden Mehrkosten selber tragen.

All diese Mehrkosten können durch eine private Zusatzversicherung abgefangen werden. Es gibt jedoch noch weitere Bausteine für eine private Absicherung. So können z. B. Behandlungen mit Naturheilverfahren durch Ärzte oder Heilpraktiker abgesichert werden, Zahnbehandlungen, Sehhilfen oder Operationen am Auge.

Die ARAG empfiehlt, Krankenzusatzversicherungen früh abzuschließen, da junge und gesunde Personen günstigere Tarife erhalten und nicht Gefahr laufen, dass bei bereits bestehenden Krankheiten diese ausgeschlossen oder mit Risikozuschlägen belegt werden oder eine Versicherung gar ganz abgelehnt wird.


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