Riester-Rente: Angebote genau auf Kosten- Leistungsverhältnis prüfen

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Die Riester-Rente ist als private Altersvorsorge bei den Deutschen sehr beliebt. Wer sich zum Riestern entscheidet, sollte jedoch die verschiedenen Angebote genau im Hinblick auf das Kosten- Leistungsverhältnis prüfen. Darin wurden im Rahmen eines aktuellen Vergleichs deutliche Differenzen bei den Riester-Policen entdeckt. Aktuelle News zum Thema Riester-Rente finden Sie bei uns hier

Die Studie der Riester-Renten-Anbieter wurde vom anbieterunabhängigen Institut für Vorsorge und Finanzplanung in Weiden (zur Homepage) durchgeführt. Dabei wurden 73 Tarife von 50 Anbietern unter Berücksichtigung von 74 unterschiedlichen Kriterien gegenübergestellt. Im Rahmen der Studie wurden konservative Riester-Policen ebenso geprüft wie die risikoreicheren, fondsgebundenen Riester-Modelle. Das Resultat zeigte, dass sich Riestern durchaus lohnt. Positive Renditen waren nach Angaben der Tester bei 8 Musterfällen ermittelt worden. Bei einer konservativen Riester-Rente ergab der Test für einen Mann mit 20 Jahren eine Rendite von 4,06 Prozent inklusive der Zulagen vom Staat und der jeweiligen Überschussbeteiligung. In dieser Berechnung ist nach Angaben der Tester die Steuerersparnis in der Phase des Ansparens noch nicht integriert. Für Frauen ist in der Regel mit höherer Rendite zu rechnen, da diese eine höhere Lebenserwartung haben.

Neben der Rendite wurde auch auf anfallende Kosten, Sicherheit und mögliches Risiko sowie den Service der Riester-Anbieter geachtet. Daneben legten die Tester auch ein Augenmerk auf die Transparenz der Tarife und die entsprechende Flexibilität.

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Hohe Kosten bei Fondsgebundene Riester-Policen



Fondsgebundene Riester-Policen seien laut Studie mit teilweise hohen Kosten verbunden. Relevant sie hierbei die Qualität der Renten- oder Aktienfonds in denen das Geld angelegt wird. Gemäß dem Resultat der Studie ergaben sich für Personen mit 50 Jahren bei einer Rendite von 6 Prozent vor Abzug der anfallenden Kosten lediglich 3,5 bis 4 Prozent tatsächlich Rendite. In derselben Berechnung ergab sich für Personen mit 20 Jahren 5 Prozent nach Abzug der Kosten. Bei älteren Riester-Sparern wirken sich die Kosten entsprechend höher aus, da die Verträge eine geringere Laufzeit haben.

Flexibilität bei Riester-Verträgen oft Fehlanzeige



Mangelnde Flexibilität wurde von den Testern bei vielen Riester-Verträgen kritisiert. Am Anfang der Rentenphase können nur 30 Prozent vom Kapital entnommen werden, die dann auch noch in vollem Umfang versteuert werden müssen. Die restlichen 70 Prozent des Kapitals werden dann in monatlichen Raten bis zum Ableben der Rentner bezahlt. Da viele der Riester-Verträge gemäß den Vertragsbedingungen nicht voll vererbt werden können, haben diejenigen Pech, die früher vom Tod heimgesucht werden.

Allianz bei Riester-Rente vor AXA und Postbank



Sieger im Rahmen der Studie ist Medienberichten zufolge die Allianz. Diese überzeugte demnach hauptsächlich durch hohe Flexibilität in den Tarifen und durch hohe Stabilität in finanzieller Hinsicht. Allerdings konnte sich die Allianz anscheinend im Hinblick auf Rendite und Kosten nicht unter den Besten platzieren. Weitere Anbieter, die sich unter die besten Ränge platzieren konnten, sind der Volkswohl Bund, die AXA, HDI Gerling, die Postbankversicherung, Cosmos Direkt und die Debeka.


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