Unerlaubte Telefonwerbung: Tipps für Verbraucher, um sich dagegen zu wehren

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Bereits vor einem Jahr wurde das Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung verschärft, dennoch halten sich einige Anrufer nicht daran und belästigen die Verbraucher weiter. Dabei ist die unerlaubte Telefonwerbung in manchen Fällen mehr als nur eine lästige Störung, mitunter kann diese für die Verbraucher auch richtig teure Ausmaße annehmen. Nachstehend sind einige Informationen,Tipps und Antworten auf häufige Fragen aufgeführt, wie Verbraucher sich gegen unerlaubte Telefonwerbung wehren können:

Welche Unternehmen betreiben Telefonwerbung?



Meist sind es Telekommunikationsfirmen, Verkäufer von Zeitschriften und Lottoanbieter, die mittels Telefonwerbung versuchen, neue Kunden zu ködern. Aufgrund des starken Konkurrenzkampfes, der insbesondere bei den Internetanbietern und Telefonanbietern besteht, greifen vor allem diese zum Instrument der Telefonwerbung.

Mit welchen Risiken ist die Telefonwerbung verbunden?



In erster Linie können die Verbraucher aufgrund der überraschenden Situation beim Telefonwerbeanruf komplett überrumpelt werden. Für Überlegungen hinsichtlich eines Vertragsabschlusses über Dienstleistungen oder der Entscheidung zum Kauf von Produkten hat der Verbraucher meist keine Zeit. Hinzu kommt, dass in der kurzen Zeit des überraschenden Anrufs keine Zeit für die Verbraucher bleibt, den Preis zu prüfen und sich überhaupt Gedanken zu machen. Die Anrufer präsentieren Ihre Produkte und Leistungen natürlich als die besten auf dem Markt oder beziehen sich auf einen angeblichen Gewinn, der mit einem vergünstigten Abonnement von Zeitschriften verbunden ist.

Ist es möglich, sich über die Telefongesellschaften vor Telefonwerbung schützen zu lassen?
Nach dem Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung ist es seit August 2009 verboten, Werbeanrufe mit unterdrückter Rufnummer zu tätigen. Die Verbraucher können bei ihrer Telefongesellschaft einen Antrag stellen, dass Anrufe mit Rufnummernunterdrückung generell nicht durchgestellt werden.

Wie können sich die Verbraucher selbst vor Telefonwerbung schützen?
Sobald die eigene Rufnummer bekannt ist und in Telefonbüchern oder im Internet aufgeführt ist, gibt es keine Möglichkeit, sich selbst gegen Werbeanrufe zu schützen. Verbraucher, die von unerlaubten Werbeanrufen belästigt werden, sollten auf Anraten der Verbraucherschützer die Anrufer direkt zur Rede stellen sowie Firma und Name des Anrufers ebenso erfragen wie den Grund für den Anruf. Diese Angaben sollten die Verbraucher direkt an die jeweilige Verbraucherzentrale übermitteln. Die Verbraucherzentralen sammeln diese Beschwerden, sodass eventuell die Möglichkeit besteht, rechtliche Schritte einzuleiten. Wichtig ist zudem, dass die Verbraucher die Anrufer unmissverständlich darauf hinweisen, dass keine weiteren Anrufe mehr erwünscht sind und die Daten umgehend gelöscht werden.

Ist es möglich, einen Vertrag, der am Telefon abgeschlossen wurde, rückgängig zu machen?
Bei Verträgen, die am Telefon abgeschlossen werden, besteht ein generelles Widerrufsrecht. Ohne jegliche Gründe zu nennen, können die Verbraucher diese Verträge, die aufgrund von Telefonwerbung geschlossen wurden, innerhalb von 2 bis 4 Wochen widerrufen. Erst mit dem Zeitpunkt, an dem die Verbraucher über dieses Widerrufsrecht schriftlich informiert wurden, beginnt diese Frist. Erfolgt keine schriftliche Information über das Widerrufsrecht, haben die Verbraucher auch später noch das Recht auf Widerruf, um den Vertrag rückgängig zu machen. Diese Regelung gilt für sämtliche Verträge, die aufgrund von Werbeanrufen am Telefon resultierten, wie beispielsweise Wettangebote, Lottoangebote sowie Abonnements von Zeitungen oder Zeitschriften.

Wie sollen Verbraucher reagieren, bei denen eine Abbuchung vom Konto erfolgte?
Generell ist eine Abbuchung von einem Konto nur möglich, wenn der Kontoinhaber für den Lastschrifteinzug eine entsprechende Lastschrifteinzugsermächtigung unterzeichnet hat. Erfolgt ohne diese Unterzeichnung eine Abbuchung, können die Verbraucher sich an die Bank wenden, um die Buchung rückgängig zu machen. Generell gilt beim Lastschrifteinzugsverfahren, dass die Banken innerhalb von 6 Wochen nach der erfolgten Abbuchung eine Rücklastschrift durchführen können. Auf Anraten des Bankenverbands sollten die Verbraucher die Abbuchungen auf den Kontoauszügen regelmäßig prüfen, denn häufig fallen gerade kleine Beträge, die abgebucht werden gar nicht auf. Werden jedoch die einzelnen Positionen auf den Kontoauszügen genau angesehen, kann schnell festgestellt werden, ob unbemerkt Geld vom Konto abgebucht wurde.


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