Nicht sinnvoll: Rürup-Rente zur Absicherung der Berufsunfähigkeit

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Dass eine so genannten Rürup-Rente als Absicherung vor Berufsunfähigkeit nicht wirklich vorteilhaft ist, zeigt der Versicherungsvermittler Georg Pitzl auf. Laut Statistik sind 25 Prozent der Erwerbstätigen bereits vor dem Eintritt in die reguläre Rente erwerbsgemindert und müssen aus dem Berufsleben ausscheiden. Die dann greifende gesetzliche Rente ist jedoch so gering, dass eine private Zusatzabsicherung durchaus Sinn macht. In welcher Form, ist dann die Frage.

Versicherungsvermittler bieten in diesem Fall gerne eine so genannte "Rürup-Rente" an. Sie begründen dies mit den möglichen Steuereinsparungen und wandeln sogar bereits bestehende Berufsunfähigkeitsversicherungen in Rürup-Renten um. Begründet wird dies durch das Alterseinkünftegesetz aus dem Jahr 2005, in dem geregelt wird, dass 70 Prozent des Beitrags als Vorsorgeaufwendungen durch die Kopplung mit einem Sparvertrag ("Rürup-Rente") steuerlich berücksichtigt werden können.

Beispiel: Bei einem Jahresbeitrag von 550 Euro spart ein Durchschnittsverdiener 130 Euro Steuern. In 15 Jahren kommen dann, zusammen mit 4 Prozent Zinsen, etwa 3.400 Euro zusammen.

Was jedoch oft verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass bei Eintritt des Versicherungsfalls die Leistung der BU-Rente im selben Beispiel mit monatlich 115 Euro besteuert wird. So kommt für die Dauer der Restlaufzeit ein Betrag von über 20.000 Euro Steuern heraus, die gezahlt werden müssen. Dass dies dann keinen Steuergewinn mehr für den Versicherungsnehmer darstellt, kann sich jeder leicht ausrechnen.

Pitzl werden solche Verträge regelmäßig zur Prüfung vorgelegt. Sein Tipp: Versichern vom Sparen trennen. So kann auf jede Änderung der Lebenssituation flexibel reagiert werden.

Im Gegensatz zu Versicherungsvermittlern arbeiten Versicherungsberater unabhängig von Versicherungsunternehmern. Ihre Leistungen werden allein durch die Person bezahlt, die die Beratung wünscht. Durch diese Unabhängigkeit wird garantiert, dass die Beratung wirklich zugunsten des Versicherungsnehmers vorgenommen wird.


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