PKV: Lebensplanung wichtig bei Krankenkassenwechsel

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16.000 Versicherungsnehmer können 2011 in die PKV wechseln

Private Krankenversicherungen sind aufgrund geringer Beiträge für junge und gesunde Menschen vergleichsweise attraktiv. Änderungen der Gesundheitsreform machen einen leichteren Wechsel ab 2011 dadurch möglich, dass eine „Ein-Jahres-Regelung“ zur Anwendung kommt. Angestellte müssen demnach lediglich einmal die Versicherungspflichtgrenze von 49.500 € brutto überschreiben, um in die PKV wechseln zu dürfen. Schätzungen des Verbandes der privaten Krankenversicherungen zufolge betrifft dies im kommenden Jahr ca. 16.000 Versicherungsnehmer.

PKV-Kostenfalle für Eltern



Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sind bei den Privatversicherern Familienmitglieder nicht mit- sondern stets einzeln versichert. Die Lebensplanung ist folglich ein maßgeblicher Faktor für die Rentabilität eines Wechsels.

Ist nämlich ein Elternteil gesetzlich und eines privat versichert, kann ein Kind nur dann gesetzlich mitversichert werden, wenn dieser Partner über das geringere Einkommen verfügt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Eltern ohne Trauschein. Sind beide Elternteile unabhängig von ihrem Familienstand privat versichert, ergibt sich für das Kind eine Wahlmöglichkeit unabhängig vom gesundheitlichen Zustand des Kindes. Damit genießen Neugeborene einen gesetzlichen Sonderstatus - bei Einhaltung einer Meldefrist von exakt 2 Monaten nach dem Geburtstag.

Gesundheitsleistungen der privaten Krankenkassen beachten!



Um in diesem Zusammenhang nicht in die Kostenfalle zu tappen, sollten die eigenen vertraglichen Leistungen unbedingt auf ihre Übertragbarkeit auf den Bedarf der Kinder hin überprüft werden. Da das Kind nur Leistungen erhält, die vertraglich vereinbart sind, kann der günstige Tarif mit wenig Leistungen und hoher Selbstbeteiligung aus jungen Jahren schnell Besuche bei Zahnarzt, Kieferorthopäde, Psychotherapeut zum Kostenfaktor machen. Auch medizinische Hilfsmittel schlagen im Fall der Fälle deutlicher als ursprünglich beachtet zu Buche.

Risikoaufschläge der PKV für ältere Kinder

Den Privatversicherern ist bei Erwachsenen vorbehalten, die Aufnahme abzulehnen oder sogenannte Risikoaufschläge in Rechnung zu stellen, z. B. im Falle gesundheitlicher Beeinträchtigungen - dies gilt gleichermaßen für ältere Kinder. Deren Beiträge können bei Vorliegen eines der gesetzlichen Versicherung vergleichbaren Mindestschutzes steuerliche Berücksichtigung finden. Ggf. lassen sich kostengünstige Beiträge durch Inanspruchnahme des Hausarztprinzips vereinbaren.


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