Draußen heiß, drinnen heiß: So schaffen Sie kühleres Raumklima

  1. Wohnen & Eigenheim
  2. Tarifeverzeichnis


Wer möchte schon gerne in einem Backofen wohnen und nachts keinen Schlaf finden, weil es drinnen kaum kühler ist als draußen? Ist vielleicht eine kompakte, mobile Klimaanlage das Mittel der Wahl? Experten von Verbraucherzentralen sagen dazu definitiv nein. Der Stromverbrauch solcher Geräte sei ausgesprochen hoch, der Kaufpreis selbst ebenfalls nicht gerade gering. Außerdem sei die Lösung für die Abluft per Schlauch durch Fenster oder Tür nicht optimal. Die wesentlich bessere Lösung sei eine außen am Haus oder auf dem Dach fest installierte Klimaanlage mit inklusive vernünftiger Ablufttechnik.

Für Frischluft sorgen – aber wie?


Den ganzen Tag lang die Fenster offen zu halten sei laut Experten der in Berlin ansässigen Deutschen Energie-Agentur nicht die richtige Lösung, wenn die Außentemperaturen extrem hoch sind. Besser sei es, dafür kühlere Tageszeiten zu nutzen und frühmorgens und in der Nacht für Lüftung zu sorgen. Laut der Verbraucherberatung Nordrhein-Westfalen kann bei Hitzestau in den eigenen vier Wänden aber ruhig auch einmal tagsüber bewusst für Durchzug gesorgt werden, um sich zu erfrischen.

Überflüssige Wärmequellen im Haus ausschalten


Laufen Computer oder Fernseher und niemand sitzt davor? Sind unnötigerweise Lampen an oder laufen andere Elektrogeräte, die auch ausgeschaltet werden können? Dann sollten Sie das laut der Experten beider Institutionen auch tun, um eine Erhöhung der Innentemperaturen zu vermeiden.

Dämmen als Lösung gegen Schwitzen unterm Dach


Ausgebaute Dachböden und Wohnungen, die direkt unter dem Dach liegen, werden im Sommer durch sich aufheizende Dachziegel ganz besonders heiß. Wenn es an einer guten Dämmung mangelt, kann manchmal nur noch kostspielig in eine leistungsfähige Klimaanlage investiert werden. Besser ist es laut der Experten, entweder selbst für ein wärmegedämmtes Dach zu sorgen oder den Hausbesitzer beziehungsweise Vermieter auf die Möglichkeit und den Nutzen einer Sanierung anzusprechen.

Rollläden, Jalousien und Folien


Eine schöne Aussicht durch großzügige Fensterfronten ist zwar etwas Feines, Fenster gen Süden jedoch sorgen im Sommer für hohe Innentemperaturen. Laut Informationen des Bundesverbandes Rollladen und Sonnenschutz helfen Innenjalousien alleine um zwei Drittel weniger gegen Aufheizung als ein äußerer Sonnenschutz wie zum Beispiel eine Markise, Rollladen oder Fensterläden. Ideal sei es, zusätzlich Jalousien von innen anzubringen.

Eine wesentlich kostengünstigere, wenn auch von den Experten nur im Ausnahmefall empfohlene "Notlösung" gegen Sonneneinstrahlung bieten Sonnenschutzfolien, die direkt auf die Fenster aufgebracht werden. Die Verbraucherzentrale rät dazu, sich dafür an einen Betrieb mit entsprechenden Fachkenntnissen zu wenden, um möglicherweise auftretende Schäden an den Fenstern zu vermeiden. Laut Stiftung Warentest schaffen es etliche Folien zwar im Sommer, die Innentemperaturen zu drosseln, jedoch muss dafür in den kalten und dunklen Monaten mit höheren Energiekosten für Heizung und Beleuchtung gerechnet werden.



Mehr zum Thema:

 


Das könnte Sie auch intressieren: