Ausnahmeregelungen: Rente mit 67 gilt nicht für Jeden

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Rente
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Die Altersgrenze für die Rente wird seit Anfang 2012 in kleinen Schritten angehoben. Grund dafür sind weniger Geburten und eine höhere Lebenserwartung. Nicht jeder ist jedoch von der Rente mit 67 betroffen.

Was das Altergrenzenanpassungsgesetz für den Einzelnen bedeutet
Die Regelaltersgrenze liegt mit der Einführung des Rentenversicherungs-Anpassungsgesetzes bei 67 Jahren. Dabei wird das Rentenalter abhängig vom Geburtsjahr schrittweise angepasst. Alle, die bis Ende 1946 geboren sind, sind von der Rente mit 67 nicht betroffen, für sie gilt weiterhin die Altershöchstgrenze von 65 Jahren. Für alle danach Geborenen wird das Rentenalter in Monaten berechnet. Für jedes zusätzliche Jahr wird die Altersgrenze um jeweils einen Monat angehoben. So beginnt die Rente für jemanden, der 1949 geboren ist, mit 65 Jahren und drei Monaten. Ab dem Geburtsjahr 1958 werden jeweils 2 Monate dazu gerechnet, die Regelaltersgrenze beim Jahrgang 1958 liegt bei 66 Jahren. Für einen Versicherten, der 1961 geboren wurde, gilt die Altersgrenze von 66 Jahren und sechs Monaten. Für alle, die 1964 und später geboren sind, gilt die Rente ab 67.

Keine Regel ohne Ausnahme
Unter bestimmten Bedingungen gelten Ausnahmeregelungen. Ein Versicherter, der 45 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat, kann bereits mit 65 Jahren in Rente gehen, ohne Abschläge bei den Rentenzahlungen in Kauf nehmen zu müssen. Zu den 45 Jahren Pflichtbeitragszeit zählen nicht nur die Beiträge aus einem Arbeitsverhältnis oder Selbständigkeit, sondern auch Zeiten für die Kindererziehung in den ersten 10 Lebensjahren des Kindes, Pflegezeiten sowie Wehr- und Zivildienst. Für Jahrgänge bis Ende 1954 gilt ebenfalls die bisherige Regelaltersgrenze, sofern bis Ende 2006 eine verbindliche Vereinbarung zur Altersteilzeit getroffen wurde.


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