Frauen werden bei Parkplatzvergabe bevorzugt behandelt

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Ein Krankenpfleger fühlte sich durch seinen Arbeitgeber, ein Klinikum, ob der Praxis bei der Vergabe der Firmenparkplätze benachteiligt. Das Klinikum bot seinen Beschäftigten neben etwa 600 Parkplätzen in einem 500 m entfernten Parkhaus zusätzliche 85 Parkplätze in einem nur etwa 50 Meter entfernten Parkhaus.

Zusammen mit dem Betriebsrat wurde eine Berechtigungsrangfolge festgeschrieben. Beschäftigte durften ihr Auto dort abstellen, wenn ihr "Dienstbeginn vor 6.30 Uhr und ihr Dienstende nach 20.00 Uhr" liegt. Zudem galt das Kriterium "Frauen vor Männer". Als nächste Kriterien galten Beschäftigungsdauer und Alter der Arbeitnehmer.

Klage gegen Diskriminierung abgewiesen
Wie Experten berichten, wurde die Klage des Krankenpflegers wegen Verstoßes gegen das Diskriminierungsverbot abgelehnt. Arbeitgeber dürfen ihre weiblichen Beschäftigten bei der Vergabe eines Parkplatzes durchaus im Einzelfall bevorzugen.

In der Begründung des Arbeitgebers für die Regelung "Frauen vor Männer" hieß es, dass Frauen häufiger Opfer sexueller Übergriffe seien. Die Richter folgten dieser Argumentation. Sofern dem „Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit“ Rechnung getragen werde, sei eine unterschiedliche Behandlung von Frauen und Männern gerechtfertigt.


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