Altersvorsorge auch für eingetragene Lebenspartnerschaften wichtig

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Gleichgeschlechtliche Paare gehören ebenso in die moderne Gesellschaft wie Alleinerziehende, Patchwork-Familien oder klassische Vater-Mutter-Kind-Familien. Das Lebenspartnerschaftsgesetz erkennt seit 2001 die „Eingetragene Partnerschaft“ als eigenständige und gesetzlich geregelte Familienform an. Rechte und Pflichten des Ehegatten-Modells werden auf die feste homosexuelle Partnerschaft übertragen.

Rechtzeitige Privatvorsorge wappnet vor den Unwägbarkeiten des Lebens
Die Lebensumstände und Herausforderungen einer Lebenspartnerschaft gleichen denen einer Ehe. Es kann einen Hauptverdiener geben oder es könnten Kredite für ein Immobilienkauf aufgenommen worden sein. Im Todesfalle steht der Hinterbliebene aus den unterschiedlichsten Gründen schnell vor schier unüberbrückbaren finanziellen Hürden konfrontiert.

Aber auch wenn es einfach nur darum geht, den Lebensstandard auch im Alter zu sichern: eine frühzeitige Vorsorge schafft finanzielle Sicherheit und macht den Ruhestand entspannter und finanziell unabhängiger. Die gesetzliche Altersrente wird ergänzt. Zusatzversicherungen können zudem Risiken wie eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit absichern. Eine Risikolebensversicherung wiederum zahlt im Todesfall eine vorher vereinbarte Summe aus.

Erweiterung des Lebenspartnerschaftsgesetzes
Im Jahr 2005 wurde das Lebenspartnerschaftsgesetz dahingehend erweitert, dass die Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung Eheleuten gleichgestellt sind. Analog zum Anspruch eines verwitweten Ehegatten entsteht somit im Todesfall auch für den verwitweten Lebenspartner ein Anspruch auf laufende Rentenzahlungen. Aber aufgepasst: Für Riester- und Rürup-Verträge gilt die Hinterbliebenenabsicherung nicht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht.

Nachteilen für "wildeheliche Partnerschaften" zeitig vorbeugen
Ganz gleich ob homo- oder heterosexuell: In den früher gern als "wilde Ehe" bezeichneten Partnerschaften ohne Trauschein respektive Eintrag müssen sich die Partner frühzeitig über besondere Formen der Vorsorge abstimmen. Bei Riester- oder Rürup-Verträgen entfällt die Hinterbliebenenabsicherung, ein Anspruch auf einen Pflichtteil im Falle eines Erbes besteht nicht, auch Hinterbliebenenleistungen im Rahmen der gesetzlichen Rente gibt es nicht - von steuerlichen Vorteilen ganz zu schweigen.

Paare ohne Trauschein und Eintrag wird empfohlen, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, und zwar jeweils über Kreuz. Das bedeutet, dass der erste Partner Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter der ersten Versicherung ist, der zweite Partner die versicherte Person. Im zweiten Vertrag ist es umgekehrt.

Auf diese Weise entfällt im Todesfall eines der Partner die Erbschaftssteuer für die Versicherungssumme. Außerdem kann Erbstreitigkeiten vorgebeugt werden. Zusätzlich kommt der eingetragene Partnern in den Genuss hoher Freibeträge und niedriger Steuersätze. Übrigens: Der Betrag des Erbes, der den Freibetrag von 20.000 Euro übersteigt, ist in der höchsten Steuerklasse zu versteuern.


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