Reiserücktrittsversicherung zahlt nicht bei Eigenkündigung

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Im Falle einer Eigenkündigung haben Versicherungsnehmer keinen Anspruch auf die Reiserücktrittskostenversicherung. Der Fall eines Ehepaars ging durch zwei Instanzen und wurde zu ungunsten des Kunden beurteilt.

Wer selbst kündigt, geht leer aus
Im vorbezeichneten Fall ging es um ein Ehepaar, das über ein halbes Jahr im Voraus eine Karibikkreuzfahrt gebucht und dazu eine Reiserücktrittkostenversicherung abgeschlossen hatte. Zwischenzeitlich wurde der Ehemann und Geschäftsführer eines Unternehmens von der Gesellschafterversammlung abberufen. Daraufhin kündigte der Geschäftsführer seinen Arbeitsvertrag und stornierte die Reise. Die Rücktrittskosten sollten von der Versicherung getragen werden.

Die Versicherung lehnte dies ab, der Mann klagte vor Gericht. Die Richter entschieden gegen den Kläger, denn es sei durch die Eigenkündigung kein Versicherungsfall eingetreten. Auch in der Berufung vor dem Münchener Landgericht I schlugen sich die Richter auf die Seite der Versicherung-. Laut der Versicherungsbedingungen muss eine eindeutig als solche benannte betriebsbedingte Kündigung vorliegen. Da der Geschäftsführer seinen Arbeitsvertrag selbst gekündigt hatte, muss die Versicherung nicht zahlen (AG München, Az.: 233 C 7220/11).



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