Mit steuerfreien Extras vom Chef das Gehalt aufbessern

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Lohnabrechnung
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Durch Zuschüsse für Berufskleidung, Fahrtkosten etc. erhöht sich der Lohn oder das Gehalt ohne Lohnerhöhung, doch nicht jeder geldwerte Vorteil ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
Eine Lohnerhöhung oder Gehaltsaufbesserung durchzusetzen, ist häufig schwierig, doch mit Zuschüssen für Berufskleidung, Fahrtkosten oder für die Kinderbetreuung durch den Arbeitgeber ist dies auf andere Weise möglich. Allerdings ist nicht jeder geldwerte Vorteil von der Steuer und der Sozialversicherung befreit, sodass diese Zuschüsse häufig auf den steuerpflichtigen Lohn angerechnet werden, falls diese nicht unterhalb der gesetzlichen Freigrenzen liegen.

Welche Zuschüsse lohnen sich?
Zu den geldwerten Vorteilen, die weder steuer- noch sozialversicherungspflichtig sind, zählen Zuschüsse der Arbeitgeber zur Betreuung der Kinder im nicht schulpflichtigen Alter. Dies kann sehr vorteilhaft sein, denn für einen Platz im Kindergarten oder in der Kindergrippe können durchaus mehrere hundert Euro pro Monat anfallen.
Auch bei Zuschüssen für die Kinderbetreuung schulpflichtiger Kinder bis zu 14. Geburtstag profitieren Arbeitnehmer, denn zwei Drittel der Betreuungskosten können als Sonderausgaben abgesetzt werden, bis zu maximal 4.000 € jährlich.
Ebenfalls steuerfrei ist die vergünstigte oder sogar unentgeltliche Bereitstellung von Berufskleidung durch den Chef, dazu zählen unter anderem Amtstrachten, Uniformen oder Arztkittel. Wichtig ist dabei, dass die Kleidung privat nicht verwendet werden darf.

Interessant ist, dass bei der Auszahlung von zinslosen oder zinsgünstigen Arbeitgeberdarlehen an die Arbeitnehmer kein geldwerter Vorteil entsteht, wenn das Darlehen nicht über 2.600 € liegt.

Zuschüsse zu Fahrtkosten:
Lohnenswert sind beispielsweise Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit oder für die Heimreise bei doppelter Haushaltsführung. Wird der Zuschuss zusätzlich zum Lohn oder Gehalt gezahlt, kann der Arbeitgeber diesen mit 15 Prozent pauschal versteuern. Wichtig ist dabei, dass der Zuschuss nicht mehr als 30 Cent pro Kilometer beträgt. Beim Fahrtkostenzuschuss handelt es sich zudem um einen sozialversicherungsfreien geldwerten Vorteil.

Sachzuwendungen sind innerhalb der Freigrenze von 44 € monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei. Dazu gehören Tankgutscheine und Warengutscheine.

Private Nutzung von Firmenwagen:
Erhält der Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug, das auch privat genutzt wird, muss die private Nutzung entsprechend versteuert werden. Hierfür stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: Die Versteuerung über die 1%-Regelung, das Führen eines Fahrtenbuchs oder die Versteuerung der Fahrten von der Wohnung zum Arbeitsplatz mit pauschal 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises. Für Arbeitnehmer mit privat genutztem Firmenwagen lohnt sich beispielsweise die 1%-Regelung vor allem dann, wenn das Fahrzeug oft privat genutzt wird und kein weiter Anfahrtsweg zur Arbeit zurückgelegt werden muss.


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