Zukünftig höherer Steuerfreibetrag für Ehrenämter

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Engagement zahlt sich aus, der steuerliche Freibetrag im Ehrenamt wird wie bereits im letzten Jahr angekündigt, erhöht. Ehrenamtliche Helfer, Trainer, Chorleiter und andere dürfen rückwirkend zum 1. Januar 2013 mehr steuer- und abgabenfrei hinzuverdienen.

Was wird als Ehrenamt bezeichnet?
Staatliche Mittel zum Wohl der Allgemeinheit werden immer stärker gekürzt, sodass das immer mehr Menschen sich unbezahlt in diesem Sektor engagieren. In Deutschland betätigen sich mehr als 23 Millionen Menschen freiwillig im sozialen, sportlichen oder kulturellen Bereich. Sie bekommen kein Gehalt, sondern haben unter Umständen lediglich Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung. Das Ehrenamt wird regelmäßig für eine bestimmte Dauer bei freien Trägern, Projekten, Vereinen, Initiativen oder Institutionen abgeleistet.

Wie hoch ist der Ehrenamtsfreibetrag?
Ab 2013 bleiben für ehrenamtlich tätige Einnahmen in der Höhe bis zu 720 Euro als Aufwandspauschale steuerfrei und auch sozialversicherungsfrei. Mit der Erhöhung um 220 Euro soll das Ehrenamt weiter gestärkt werden. Dieser Freibetrag kann bei nebenberuflicher Tätigkeit in gemeinnützigen und mildtätigen Vereinen sowie im kirchlichen Bereich geltend gemacht werden, sofern der Übungsleiterfreibetrag nicht greift. Der wesentliche Unterschied von Übungsleiter- zur Ehrenamtspauschale ist, dass Letzterer nicht an bestimmte Tätigkeiten gekoppelt ist.

Wer kann einen Ehrenamtsfreitag geltend machen?
Ein Anspruch auf einen Ehrenamtsfreibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Ehrenamtler muss die Tätigkeit muss nebenberuflich ausüben, sie muss begünstigt sein oder im Dienst oder Auftrag einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft geleistet werden.. Mit der Tätigkeit müssen gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke gefördert werden. Es dürfen keinerlei Steuerbefreiungen für Aufwandsentschädigungen nach § 3 Nr.12 EStG oder der sogenannte Übungsleiterfreibetrag im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG in geltend gemacht werden.



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