Tipp: So bekommen Sie Erwerbsminderungsrente

  1. Gesetzliche Rentenversicherung
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Rente
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Die Große Koalition will die Voraussetzungen, um Erwerbsminderungsrente zu erhalten, verbessern, diese kann bei schwerer Krankheit, nach einem Unfall oder psychischen Problemen beantragt werden. So soll für Empfänger von Erwerbsminderungsrenten die Zurechnungszeit um zwei Jahre (auf 62 Jahre) angehoben werden. Dies bedeutet für Erkrankte eine deutlich höhere Rente.

Bei schweren Erkrankungen können Arbeitnehmer oft nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten, daher haben sie in solchen Fällen oft Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Allerdings besteht dieser nur dann, wenn mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt wurde und der Antragsteller in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt hat. So können Selbstständige oder Menschen, die eine Familienpause machen und daher keine Rentenbeiträge zahlen, im Falle einer Erwerbsunfähigkeit unter Umständen keine Ansprüche geltend machen.

Weniger als drei Stunden arbeitsfähig für volle Rente
Dirk von der Heide, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund erklärt, dass die Voraussetzung zum Bezug einer vollen Rente eine durch den Arzt bescheinigte Unfähigkeit, weniger als drei Stunden täglich zu arbeiten. In 2012 betrug die Rente bei Vorliegen einer vollen Erwerbsminderung in Westdeutschland durchschnittlich 723 Euro im Monat, in Ostdeutschland 698 Euro. Eine neue Studie belegt, dass in 2012 fast jede zweite (42 Prozent) neue Frühverrentung auf einer psychischen Erkrankung beruht.

Bei Unterschreiten von sechs Stunden geminderte Rente
Von der Heide erläutert, dass Menschen, die weniger als sechs Stunden täglich erwerbsfähig sind, eine geminderte Rente beantragen können. Hier wurden in 2012 durchschnittlich 492 Euro im Monat in Westdeutschland ausgezahlt, in den neuen Bundesländern waren es 423 Euro.

Formalitäten
Bei Eintreten einer Erwerbsunfähigkeit muss die Rente bei der Rentenversicherung beantragt werden. Laut von der Heide kann auch die Krankenkasse Beschäftigte auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Dieser Aufforderung sei Folge zu leisten. Falls für einen Gutachter keine Besserung durch die Reha-Maßnahme abzusehen ist, erfolgt die Umstellung des Reha-Antrags in einen Rentenantrag.






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