Reise & Urlaub: Frühbucherrabatt ist nicht immer ein Schnäppchen

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Zahlreiche Reiseveranstalter möchten natürlich ihr Kontingent frühzeitig loswerden und locken so Frühbucher (oftmals bis Ende März) mit Rabatten für die ihre Pünktlichkeit. Allerdings sind die Schnäppchen oftmals mit versteckten Kosten verbunden, daher sollte man sich vor Spontanentscheidungen hüten und Preise und Leistungsumfang bei den Frühbucherrabatten vergleichen.

Ansprüche auf Rabatte nicht immer zwingend
Der jeweilige Veranstalter bestimmt die Höhe der Nachlässe, sie können allerdings innerhalb eines Angebotes differieren, so kann zum Beispiel der Rabatt nur gewährt werden, wenn eine bestimmte Unterkunft gewählt wird.

Im Preis enthaltene Leistungen vergleichen
Bei einem Frühbucherangebot können die einzelnen Positionen nur bei ähnlichen oder identischen Leistungen verglichen werden. Daher spielt der im Preis enthaltene Leistungsumfang eine wichtige Rolle und sollte mit einbezogen werden. Falls zum Beispiel der Transfer Flughafen zum Hotel oder die All-Inclusive-Verpflegung nicht enthalten ist, kann der Kunde am Ende drauf zahlen. Frühbucherrabatte ruhig auch mit regulären Offerten vergleichen, andere Veranstalter bieten identische Leistungen - etwa Flug und Unterkunft – ohne Rabatt oftmals günstiger an. Falls dann noch ein Nachlass beim günstigeren Anbieter ausgehandelt werden kann, summiert sich die Ersparnis leicht auf mehrere hundert Euro.

Nach preisgünstigstem Angebot fragen
Obwohl das Internet eine häufig genutzte Quelle ist, gibt es auch im Reisebüro Schnäppchen. Wer also keine Lust aufs Selbersuchen hat, sollte sich dort über das günstigste Angebot fürs jeweilige Traumziel erkundigen. Wenn die Agenten nicht das günstigste Angebot für das gewünschte Reiseziel aus heraussuchen, müssen sie die entstehende Preisdifferenz übernehmen. Allerdings liegt die Nachweispflicht im Zweifelsfall beim Kunden, so sollte er zum Beispiel durch einen Zeugen nachweisen können, sich nach der günstigsten Offerte erkundigt zu haben.

Unverbindliche Katalogpreise
Auf die Preisangaben im Katalog ist inzwischen kein Verlass mehr. Reiseveranstalter können die Preise nachträglich ändern. Auch hier müssen potenzielle Urlauber nach konkreten Kosten und möglichen Nachlässen fragen.

Zuschläge im Nachhinein möglich
Bei Buchung von mehr als vier Monaten vor Reisebeginn ist der Veranstalter berechtigt, den Preis für Pauschalreisen nachträglich zu erhöhen. Allerdings kommt dies inzwischen bei Frühbucherangeboten kaum noch vor.

Reiserücktrittsversicherung empfehlenswert
Eine Reiserücktrittsversicherung macht bei frühzeitiger Buchung durchaus Sinn, da die Prämie im Vergleich zu den hohen Stornierungskosten kaum ins Gewicht fällt. Die Versicherung greift allerdings nur bei vertraglich vereinbarten Vorkommnissen wie Krankheiten, Schwangerschaft oder Todesfällen in der nächsten Familie.


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