PKV: Tarifwechsel nicht immer lohnenswert

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Für Versicherte in der PKV ist ein Tarifwechsel nicht immer lohnenswert, besonders beim Wechsel zu einer anderen Versicherung droht der Verlust der Altersrückstellungen, sodass dieser teuer werden kann. Wer innerhalb derselben privaten Krankenversicherung in einen anderen Tarif wechseln möchte, kann dagegen Geld sparen. Dies ist jedoch mit Einbußen der Versicherung in finanzieller Sicht verbunden, sodass viele Versicherungen nur ungern zur Aufklärung der privat Krankenversicherten bereit sind.

Besonders ältere Versicherte erkundigen sich nach neuen PKV-Tarifen
Da die Beiträge in der PKV für ältere Versicherte zunehmend teurer werden, erkundigt sich besonders dieses Klientel nach günstigere Tarifen. In der Regel kann nur ein Tarifwechsel in einen Tarif mit gleichen oder besseren Leistungen vorgenommen werden, für ältere Versicherte in der PKV könnte sich jedoch ein Wechsel in den Standardtarif lohnen.

Voraussetzungen für den Wechsel in den Standardtarif
Um in den Standardtarif der PKV wechseln zu können, müssen die Versicherten über 55 Jahre alt sein. Des Weiteren gilt, dass die private Krankenversicherung bereits vor 2009 abgeschlossen wurde, und dass die Versicherungspflichtgrenze nicht überschritten werden darf. Diese liegt 2014 bei 53.550 € brutto pro Jahr.
Privat Krankenversicherte ab 65 Jahren können einen Wechsel in den Standardtarif vornehmen, wenn diese bereits seit 10 Jahren in der PKV sind.

Geringerer Leistungsumfang im Standardtarif der PKV
Der Nachteil im Standardtarif ist jedoch, dass dessen Leistungsumfang nur zum Teil den Leistungen der GKV entspricht. Der Standardtarif ist nicht identisch mit dem Basistarif, der mehr Leistungen beinhaltet. Mehr Leistungen können allerdings hohe Kosten für die PKV-Versicherten verursachen.

Leitfaden zum Tarifwechsel in der PKV ab 2016 geplant
Da ein Tarifwechsel der privat Krankenversicherten in einen günstigeren Tarif mit finanziellen Einbußen für die privaten Krankenversicherungen verbunden ist, halten sich diese bei der Auskunft hierzu ziemlich bedeckt. Daher erging durch den PKV-Verband der Vorschlag, einen entsprechenden Leitfaden bis spätestens 1. Januar 2016 zu veröffentlichen, mit dem für höhere Transparenz gesorgt werden soll. Bis zur Überprüfung der Vereinbarkeit eines Leitfadens mit dem Kartellrecht werden jedoch noch keine Details zu dieser transparenten Lösung bekannt gegeben.


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