Pflegeversicherungen im Test: Tarife ohne staatliche Förderung sind lohnenswerter

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Staatlich geförderte Pflegeversicherung reicht nicht aus, um finanzielle Probleme im Alter zu vermeiden, laut Stiftung Warentest sind Tarife ohne staatliche Förderung lohnenswerter.

Mit einer staatlich geförderten Pflegeversicherung besteht kein ausreichender Schutz, laut Stiftung Warentest lohnen sich die Tarife in der Pflegeversicherung ohne staatliche Förderung mehr.

Eine zusätzliche private Pflegeversicherung kann helfen, finanzielle Notlagen im Alter zu verhindern. Doch die staatlich geförderten Pflegeversicherungen reichen ebenfalls nicht aus, um finanzielle Lücken abzudecken. Die Stiftung Warentest kam zu dem Ergebnis, dass sich die private Pflegeversicherung ohne staatliche Förderung mehr lohnt als Pflege-Bahr-Versicherungen.

Gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichend:
Wer im Alter zum Pflegefall wird, muss tief in die eigene Tasche greifen, denn die gesetzliche Pflegeversicherung reicht nicht aus, um die Pflegekosten abzudecken. Der Staat will daher mit einer Zulage von 5 € monatlich für eine private Pflegetagegeldversicherung einen Anreiz schaffen, damit die Bürger sich für eine private Pflegevorsorge entscheiden.

Pflege-Bahr bietet keinen ausreichenden Zusatzschutz:
Stiftung Warentest hat die privaten Pflegeversicherungen unter die Lupe genommen und kam zu dem Ergebnis, dass die neuen Tarife der Pflege-Bahr mit staatlicher Förderung keineswegs die finanzielle Lücke abdecken, wenn im Alter Pflege benötigt wird. Getestet wurden 23 Pflegetagegeldversicherungen ohne staatliche Förderung und 17 Pflege-Bahr Versicherungen mit staatlichen Zulagen. Das ausführliche Testergebnis kann ab 17.04.2013 in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest sowie unter www.test.de/pflegezusatzversicherung nachgelesen werden.

Pflegetagegeldversicherung ohne staatliche Förderung lohnt sich mehr:
Wer fürs Alter im Hinblick auf Pflege vorsorgen möchte, ist laut Test mit der Variante ohne staatliche Zulagen besser bedient. Doch bei den 23 Pflegetagegeldversicherungen ergaben sich deutliche Differenzen bei den Ergebnissen, die von der Note "sehr gut" bis „ausreichend“ reichen. Einen sehr guten oder guten Tarif zur Abdeckung des finanziellen Risikos in allen Pflegestufen können 45-jährige Neukunden für rund 55 € und 55-jährige für rund 85 € monatlich abschließen. Staatlich geförderte Tarife werden von Stiftung Warentest nicht empfohlen. Dem Test zufolge sind die Vertragsbedingungen in der Regel schlechter als bei nicht staatlich geförderten Tarifen und hinzu kommt dass die finanzielle Absicherung bei Pflege-Bahr nicht ausreichend ist.

Wer aufgrund des hohen Alters oder wegen einer Vorerkrankung nicht in die Pflegetagegeldversicherung ohne staatliche Zulagen aufgenommen wird, kann jedoch mit Pflege-Bahr zumindest einen Teil des Pflegerisikos im Alter absichern.
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