Studie: Kosten für Heizungsablesung sind überteuert

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Kosten für Messdienstleister zur jährlichen Heizungsablesung sind laut Studie durchschnittlich um 13 € zu teuer.

Mieter in Deutschland müssen durchschnittlich 13 € zu viel pro Jahr für die Heizungsablesung durch die Messdienstleister bezahlten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der gemeinnützigen co2online GmbH, in der 12.500 Heizkostenabrechnungen überprüft wurden. Da die Vermieter die Kosten für die Heizungsablesung und die anschließende Heizkostenabrechnung direkt an die Mieter über die Nebenkostenabrechnung weiter verrechnen, besteht seitens der Vermieter kaum Motivation, günstige Messdienstleister zu suchen.

Insgesamt werden von den 15 Millionen Mietern in Mietwohnungen mit Zentralheizung in Deutschland pro Jahr 195 Millionen Euro zu viel an Kosten für die Messdienstleister bei der Heizungsablesung ausgegeben. Die Differenzen für die jeweils gleiche Dienstleistung beim Heizung ablesen belaufen sich auf bis zu 70 Prozent, was keinesfalls als nachvollziehbar bezeichnet werden kann.

Wie der Rechtsexperte des Deutschen Mieterbundes, Dietmar Wall, erläutert, werden viele Verträge mit Messdienstleistern durch die Hausverwaltungen einfach ungeachtet verlängert. Mangelnde Transparenz der Marktverhältnisse können dafür verantwortlich sein, dass viele Hausverwaltungen es schlichtweg versäumen, sich nach günstigeren Messdienstleistern umzusehen. Im Rahmen der Studie von co2online wurden aktuelle Resultate in einer Rangliste der Messdienstleister veröffentlicht. Die Plätze der teuersten Anbieter belegen die großen Firmen wie Techem und Ista. Die Preise beider Unternehmen liegen um 18 bzw. 24 Prozent höher als der bundesweite Durchschnitt.

Um diesen Missstand zu beheben, bieten der Deutsche Mieterbund und co2online auf www.mieterbund.de und www.heizspiegel.de zum ersten Mal Möglichkeiten für Preisvergleiche der Messdienstleister an. In kürzester Zeit sind sowohl Mieter, als auch Vermieter in der Lage, über den MessCheck express feststellen, wie hoch die Preisdifferenzen des aktuellen Anbieters zum günstigsten Anbieter im Postleitzahlengebiet ausfallen. Dadurch wird auch im Hinblick auf die Kosten bei der Heizungsablesung für höhere Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit gesorgt.

Eine weitere Option für mehr Transparenz bei den Heiznebenkosten stellt das kostenlose Heizgutachten dar. Dieses kann auf www.heizspiegel.de angefordert werden. Im Rahmen des Heizgutachtens wird eine Analyse der Heizkosten inklusive Heiznebenkosten erstellt und der energetische Zustand des Hauses oder der Wohnung geprüft. Zu den Heiznebenkosten zählen unter anderem die Kosten, die für die Messdienstleister anfallen, die Wartungskosten für die Heizung sowie die Ausgaben für den Betriebsstrom.

Mieter haben zudem die Möglichkeit, bei co2online einen Musterbrief herunter zu laden. Mit diesem kann die Aufforderung an den Vermieter übermittelt werden, sich um Verhandlungen über günstigere Preise und Konditionen zu bemühen oder den Messdienstleister zu wechseln.
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