Elterngeld: Landkreis Main-Spessart mit der höchsten Beteiligung der Väter

  1. 08.10.2015 10:12
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Im Landkreis Main-Spessart war die Väterbeteiligung beim Elterngeld für 2013 geborene Kinder am höchsten.

Familie
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Mit 53,9 % war die Väterbeteiligung beim Elterngeld für 2013 geborene Kinder im Landkreis Main-Spessart am höchsten. Laut Statistischem Bundesamt Destatis verzeichnete die bisher führende Stadt Jena mit einem Anteil von 53,7 % die zweithöchste Väterbeteiligung. Die geringste Väterbeteiligung wurde im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen mit 12,8 % und in Bremerhaven mit 13,6 % ermittelt. Bundesweit betrug die Väterbeteiligung 32 %, die Mütterbeteiligung lag dagegen bei 96 %.

Regionale Konzentration in Bayern, Sachsen und Thüringen
302 der insgesamt 402 kreisfreien Städte und Landkreise in der Bundesrepublik verzeichneten eine Väterbeteiligung von mindestens 25 %. Vorwiegend lag die Konzentration dabei auf die südlichen und südöstlichen Regionen in Deutschland, insbesondere Bayern, Sachsen und Thüringen. Doch auch in nahezu allen Kreisen in Brandenburg lag der Anteil der Väter, die Elterngeld beanspruchten, bei über 25 %.

Höhe des Elterngeldes
Die Höhe des Elterngeldes ist gesetzlich geregelt und steht in Relation zum bisherigen Einkommen desjenigen, der Elterngeld in Anspruch nimmt. Hier wurden auch innerhalb der Bundesländer enorme regionale Unterschiede festgestellt. In 253 von 402 Kreisen lag der Elterngeldanspruch der Väter monatlich im Durchschnitt bei mindestens 1.200 Euro, diese Kreise lagen vorwiegend in den alten Bundesländern. In 29 kreisfreien Städten und Landreisen lag der Elterngeldanspruch der Väter unter 1.000 Euro, diese Regionen lagen hauptsächlich in den neuen Bundesländern.

Bundesweit hatten vor der Geburt der Kinder erwerbstätige Väter einen durchschnittlichen Elterngeldanspruch von 1.243 Euro, der, wie in den vergangenen Jahren, deutlich höher war als der Elterngeldanspruch der Mütter in Höhe von durchschnittlich 897 Euro. Nur in 23 Kreisen hatten Mütter einen Elterngeldanspruch von mindestens 1.000 Euro. Diese Unterschiede resultieren unter anderem daraus, dass Mütter im Gegensatz zu den Vätern häufiger vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren. Zudem erzielten Mütter meist ein geringeres anrechenbares Einkommen.

In der Publikation Elterngeldstatistik für Kinder, die 2013 in allen 402 Kreisen in der Bundesrepublik geboren wurden, stehen die detaillierten Ergebnisse sowie die entsprechenden Kreiskarten zur Verfügung. Des Weiteren finden die Leser darin auch die vierteljährlich aktualisierten Tabellen zu den Bestandsresultaten der Elterngeldstatistik, aus der ein aktueller Einblick in die Beanspruchung von Elterngeld 2015 hervorgeht.
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