Ausbeutung und Kinderarbeit bei iPhone-Produktion

  1. 04.03.2010 14:32
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Ein aktuell veröffentlichter Bericht von Apple zeigt auf, dass die den Zulieferfabriken, die Teile für iPods und iPhones produzieren, der Verdacht auf grobe Verstöße gegen das Arbeitsrecht besteht. Wie das Nachrichtenmagazin dailymail.co.uk berichtet, wird der Standort der Zulieferfabriken von Apple nicht veröffentlicht. Da Apple jedoch viele der Produkte in China produzieren lässt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den betroffenen Zulieferfirmen in diesem Land handelt. Bereits früher waren aus China brisante Zwischenfälle im Verstoß gegen das Arbeitsrecht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Bei einigen Fabriken wurde festgestellt, dass Kinder unter 16 Jahren beschäftigt wurden und die vorgegebenen Mindestlöhne unterschritten wurden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Arbeiter dort an sieben Tagen pro Woche arbeiten müssen und somit eine Wochenarbeitsstundenzahl von über 60 erreicht wurde.

Weitere negative Meldungen im Hinblick auf Zulieferfirmen aus China machten deutlich, dass einige Firmen nicht auf sachgemäße Entsorgung des Giftmülls achten und Frauen sich vor einer Einstellungszusage einem Schwangerschaftstests unterziehen müssen. Um die Verstöße zu vertuschen, wurden von einigen Herstellern über einen längeren Zeitraum Unterlagen gefälscht.

Für Schlagzeilen sorgte der Selbstmord, den ein Mitarbeiter eines Zulieferers von Apple beging, nachdem er den Verlust eines Prototypen des iPhones feststellte. Hinzu kommen noch weitere Zwischenfälle bei den Zulieferfabriken von Apple. Mehrere Arbeiter waren erst kürzlich in einer chinesischen Fabrik während des Herstellungsprozesses vergiftet worden. Die betroffene Firma fertigte Teile als Zulieferer für Apple und Nokia.

Dem Bericht zufolge wird nun deutlich, dass einige der Zulieferfirmen systematisch Verstöße gegen den Verhaltenskodex begehen, der von Apple für das Unternehmen selbst und die jeweiligen Geschäftspartner vorgeschrieben wird. Gleichzeitig wird von den Zulieferfabriken auch gegen die Gesetze verstoßen, die in dem jeweiligen Land Gültigkeit haben.

Im Zuge des Berichts kündigte Apple an, dass das Unternehmen sich von den betroffenen Zulieferfirmen trennen wird. Dies wurde allerdings bisher noch nicht umgesetzt.




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