Internet-Apotheken: Medikamentenkauf online kaufen

Das Beziehen von Medikamenten über das Internet wird immer beliebter. Seit im Jahr 2004 der Onlinehandel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln begann, haben schon über 7 Millionen Deutsche Arzneimittel per Mausklick bestellt.

Berechtigte Anbieter von Online-Medikamenten

Internet-Apotheken unterstehen den gleichen Anforderungen wie es lokale Apotheken tun. Die zuständige Landesbehörde muss die Online-Apotheke genehmigen, nachdem spezielle Sicherheitsanforderungen erfüllt wurden. Da England und die Niederlande die gleichen Standards erfüllen wie deutsche Apotheken, ist auch der Internetversand von Medikamenten von dort erlaubt.

Vertrauenswürdige Internet-Apotheken erkennen

Zunächst kann man im Impressum der Homepage nachschauen, denn dort müssen grundsätzlich die komplette Anschrift, der Name des Apothekers und die zuständige Aufsichtsbehörde/Apothekenkammer aufgeführt sein. Weiterhin kann man im Versandapothekenregister unter www.dimdi.de nachsehen, ob es sich um eine seriöse Apotheke handelt. Dieser Dienst wird täglich aktualisiert und wurde vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im April 2009 ins Leben gerufen. In diesem Register stehen ausschließlich Apotheken die über eine Lizenz zum Arzneimittelversand verfügen. Internet-Apotheken können freiwillig mit einem Logo auf ihrer Website darauf hinweisen, dass sie im Register eingetragen sind. Beim Klick auf dieses Logo erscheinen die wichtigsten Daten der Apotheke wie Adresse und Kontaktdaten.

Bestellung rezeptfreier Medikamente

Um Arznei zu bestellen, die nicht vom Arzt verschrieben wurde – so genannte rezeptfreie Medikamente – geht man nicht anders vor als beim üblichen Online-Shopping. Man wählt das gewünschte Produkt aus, legt es in den Warenkorb und bestellt es. Je nach Anbieter fallen Versandkosten an, die oft jedoch ab einer bestimmten Rechnungssumme wegfallen.

Bestellung verschreibungspflichtige Medikamente

Internet-Apotheken benötigen zur Ausführung der Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente das Rezept im Original. Dazu schickt der Besteller es in der Regel per Post an den Anbieter, der die Medikamente dann verschickt. Oftmals übernehmen die Online-Apotheken das Porto für das Übersenden des Rezeptes, indem sie den Betrag auf der Rechnung gutschreiben, oder aber Freiumschläge zur Verfügung stellen.

Internet-Medikamente lohnen sich nicht immer

Oft bieten Internet-Apotheken frei verkäufliche Medikamente wie Allergiepräparate, Nasenspray, Kopfschmerztabletten oder Erkältungsmittel wesentlich günstiger an als niedergelassene Apotheken, da die Online-Versender aufgrund großer Abnahmemengen von Sonderkonditionen und Mengenrabatten profitieren. Beim Preisvergleich muss natürlich immer beachtet werden, ob Versandkosten anfallen. Denn gerade für Kleinigkeiten kann das Porto oft höher sein als der Produktpreis. Auch haben Eilige schlechte Karten bei Online-Apotheken, denn hier kann der Versand oft Tage dauern, besonders wenn erst noch ein Rezept eingeschickt werden muss. Braucht man ein Medikament dringend, ist es auf jeden Fall besser, zur örtlichen Apotheke zu gehen.

Online-Apotheken: Zuzahlungen und Ersparnisse

Die Preise für rezeptfreie Medikamente sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Manchmal gibt es große Preisspannen, weshalb es sich lohnt, Preisvergleiche anzustellen und verschiedene Internet-Apotheken anzusehen. Auch Preisvergleich-Seiten für Medikamente können hier hilfreich sein. Rezeptpflichtige Medikamente haben einen gesetzlich vorgeschriebenen Festpreis, der in der Regel von der Krankenkasse übernommen wird. Da gesetzlich Versicherte jedoch Zuzahlungen leisten müssen, kann der Kunde hier einiges sparen, denn viele Apotheken übernehmen die Zuzahlung ganz oder teilweise. Auch kann man Generika wählen, die wesentlich günstiger sind als die Originale. Diese sind in der Regel zuzahlungsbefreit.