Feuchtes Brennholz lässt Schadstoffwerte im Abgas drastisch ansteigen

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Viele Menschen bevorzugen die gemütliche Atmosphäre von Kaminöfen, allerdings sollte kein feuchtes Brennholz verwendet werden, da dies die Schadstoffwerte im Abgas deutlich erhöht.

Kaminöfen schaffen eine gemütliche Atmosphäre, doch wer feuchtes Brennholz verwendet, reduziert nicht nur die Effizienz des Ofens sondern riskiert auch Gesundheitsgefahren durch einen deutlichen Anstieg der Schadstoffwerte im Abgas.

Kaminöfen machen nicht nur angenehmen warm, sondern sorgen auch für eine behagliche Atmosphäre. Jedoch sollte auf keinen Fall feuchtes Brennholz verwendet werden, da dieses für deutlich erhöhte Schadstoffwerte im Abgas sorgt und sich die Nachbarn durch den starken Qualm aus dem Kamin belästigt fühlen. Im Hinblick auf die Schadstoffwerte bei Verwendung von feuchtem Brennholz kamen die Tester von Stiftung Wartentest auf das alarmierende Resultat, dass zu viel Wasser im Brennholz den Schadstoffausstoß um ein Mehrfaches erhöhen und dadurch selbst Kaminöfen von guter Qualität zu stinkenden Abgasschleudern werden.

Verbrennungsprozesse werden durch feuchtes Brennholz verschlechtert
Je höher der Wassergehalt im Brennholz ist, umso mehr verschlechtern sich die Verbrennungsprozesse. Dies sorgt für schlechtere Abgaswerte und kann die angenehme Atmosphäre mit Kaminöfen deutlich trüben. Den Messungen von Stiftung Warentest zufolge erhöht sich durch das Wasser im Holz die Konzentration von Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid. Gleichzeitig wird die Effizienz beim Heizen reduziert, da rund ein Drittel der Energie im Verbrauch für die Wasserverdampfung verschwendet wird. Gemäß der Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz darf zudem kein Holz verbrannt werden, dessen Feuchtigkeitsgehalt bei über 25 Prozent liegt.

Tipps zur umweltschonenden Nutzung von Brennholz
Für eine umweltschonende Holzverbrennung ist unter anderem die Entscheidung für einen guten und qualitativ hochwertigen Ofens wichtig. Nähere Informationen zu guten Pelletöfen und Kaminöfen stehen in der Zeitschrift test 11/2011 zur Verfügung. Eine Feuchtigkeit des Brennholzes von rund 15 Prozent ist zu empfehlen. Um dies zu erreichen ist es notwendig, das Holz nach dem Schlagen circa zwei Jahre trocken und geschützt zu lagern. Zur einfachen Kontrolle der Brennholzfeuchte können spezielle Einstechmessgeräte genutzt werden.

Brennholz im Test
Im Test wurde trockenes Brennholz mit einer Restfeuchte von 14 Prozent verbrannt und Holzscheite, deren Feuchtigkeitsgehalt bei 25 und sogar 35 Prozent lag. Der Staubgehalt in den Abgasen wurde mit zunehmendem Feuchtigkeitsgehalt im Holz verdoppelt und sogar vervielfacht. Als besonders gesundheitsgefährdend gilt der Feinstaubanteil in den Abgasen, da die kleinsten Partikel Giftstoffe transportieren können, die dann beim Einatmen tief in die Lunge gelangen können. Der ausführliche Testbericht über die Gefahren durch feuchtes Brennholz steht online unter www.test.de/brennholz zur Verfügung.
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